150 Jahre § 218: Ein Klassenparagraf und Widerstand

Als vor 150 Jahren das Deutsche Reich gegründet wurde, floss in das neue Strafgesetzbuch die Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs mit ein, mit hohen Zuchthaus und Geldstrafen versehen. Der § 218 steht seitdem zwischen den Delikten Mord und Totschlag.
Früh gab es Widerstand gegen § 218, gerade auch, weil er ein Klassenparagraf ist, der die Ärmsten am härtesten trifft. Unter der Parole "Dein Bauch gehört dir!" und "Weg mit § 218" gab es zum Ende der Weimarer Republik eine riesige Kampagne für die Entkriminalisierung. Auch im Gefolge der 1968er-Bewegung.
Der Paragraf wurde abgemildert, aber nie aus dem Strafrecht gestrichen.
Heute gibt es vermehrte Angriffe von rechts auf das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper und das eigene Leben.
Es bleibt die Aufgabe: "Weg mit § 218!"


Coronakrise und Klassencharakter - Sitzen wir alle in einem Boot?

Sitzen wir in der Coronakrise wirklich alle in einem Boot? Ja - und trotzdem gibt es Unterschiede, je nachdem, wer wo sitzt, wer rudert und wer steuert. Kleiner Spoiler - die Reichen werden reicher, aber was ist mit dem Rest? Warum werden welche Krisen-Maßnahmen getroffen und wo gibt es Unterschiede und Gemeinsamkeiten, wenn wir uns bisherige (Wirtschafts-)Krisen anschauen? Wir wollen uns das viel benannte Corona-Brennglas noch näher vor´s Auge nehmen und die Krisenpolitik mit Blick auf den Klassencharakter näher betrachten.


Krise und Klassenkampf in der Automobilindustrie

Wohin geht die Fahrt? Die deutsche Automobilindustrie war bereits vor der Corona-Pandemie in der Krise, nun drohen Massenentlassungen und eine dramatische Schwächung der IG Metall und damit Angriffe auf erkämpften Rechte der gesamten arbeitenden Klasse. Wie wird die Transformation der Automobilindustrie ablaufen, welche möglichen Entwicklungen gibt es und wie wehren sich die Beschäftigten gegen Arbeitsplatzverlust?


Strategien gewerkschaftlicher Organisierung im 21. Jahrhundert

Was tun? Die Wirtschaftskrise drängt Gewerkschaften erst einmal in die Defensive, doch welche Strategie daraus folgt, ist mitnichten ausgemacht. Die Gewerkschaftsführung versucht am Verhandlungstisch Einigungen mit der Arbeitgeberseite zu schließen, linke Gewerkschaftsstrategien zielen auf eine Befähigung der Basis, selbst zu handeln und durch Stärkeaufbau im Betrieb sich von der Stellvertretung durch den Apparat zu befreien. Aber wie kann eine solche Strategie konkret aussehen – ein Streitgespräch.