Corona und die politische Ökonomie der Reproduktion im Kapitalismus

Die Corona-Pandemie hat vor allem eines deutlich gemacht: Die Gesundheit der Mehrheit steht im Widerspruch zur kapitalistischen Produktion. Wird die Produktion auf ein Mindestmaß heruntergefahren oder die weitere Ausbreitung des Virus riskiert? Wird in den Gesundheitsschutz investiert oder steht die Gewinnmaximierung über allem? In der Veranstaltung soll es um die Hintergründe dieses Widerspruchs gehen. Weshalb wurde Jahrzehnte lang im Gesundheitssktor gekürzt, obwohl Studien belegen, dass dies zu schlechter Versorgung, mehr Stress für die Beschäftigten und damit zu Fehlern in der Patientenversorgung bis hin zum Tod führt? Wie kommt es, dass ausgerechnet die sogenannten systemrelevanten Berufsgruppen oft so wenig verdienen? Und weshalb sind in diesen Branchen überproportional viele Frauen beschäftigt? Wir wollen in der Veranstaltung einen Blick darauf werfen, wie wir uns im Kapitalismus "reporduzieren", sprich, wie wir uns regenerieren, gepflegt werden und versorgen und weshalb dies oft unter solch prekären Bedingungen stattfindet.