Klima, Corona und Kapitalismus

Die Lehre aus Corona ist, dass sich keine Krise abgekoppelt vom System betrachten lässt. Wenn wir verhindern wollen, dass der Pandemie ein Katastrophenkapitalismus folgt, müssen wir stärker denn je an einer ökologischen und sozialen Transformation arbeiten, die globale Gerechtigkeit zum Ziel hat." Kathrin Hartmann wird in der Veranstaltung zeigen wie die herrschende Klasse bisher versucht - und es noch stärker versuchen wird - die aktuelle Krise dafür zu nutzen, den fossilen Kapitalismus zu stärken. Denn die Krise ist nicht automatisch eine Chance für die Klimabewegung, sondern führt dazu, dass die gegensätzlichen Interessen deutlicher werden und die Machtfrage sich immer offensichtlicher aufdrängt.

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Die Linke und der Lockdown – Perspektiven für sozialistische Politik in der Corona-Krise

Andreas Kluth, der ehemalige Chefredakteur von »Handelsblatt Global« und Autor des »Economist« schreibt: »Das irreführendste Klischee über das Coronavirus ist, dass es uns alle gleich behandelt. Das tut es nicht, weder medizinisch noch wirtschaftlich, sozial oder psychologisch. Insbesondere verschlimmert Covid-19 bereits bestehende Bedingungen der Ungleichheit, wo immer es auftritt. Schon bald wird dies soziale Unruhen bis hin zu Aufständen und Revolutionen auslösen.« Die Linke sollte das beherzigen und jetzt damit beginnen, als klare Oppositionskraft gegen den Kurs der Bundesregierung in Erscheinung zu treten und unter dem Motto "Menschen vor Profite" den Widerstand von unten aufbauen. Der Protest muss in der Zeit, in der das Virus noch schwelt, anders organisiert werden, als in der Zeit danach. Aber er muss organisiert werden und die Linke sollte sich auch für die Zeit nach dem Virus rüsten.

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Kapitalisten enteignen?! Ja, bitte! Strategien gegen die Krise und das System

In der Coronakrise wird deutlich, wie die Profitinteressen der Wirtschaft gegen den Gesundheitsschutz der Bevölkerung stehen: die kapitalistische Nahrungsmittelindustrie begünstigt die Verbreitung von Viren; das neoliberal zugerichtete Gesundheitswesen kollabiert in vielen Ländern; die Konzerne machen Druck, die Produktion hochzufahren - ohne den Beschäftigten angemessenen Gesundheitsschutz zu gewähren. Hier zeigen sich die fatalen Auswirkungen der ungerechten Eigentumsverhältnisse in der Gesellschaft auf Mensch, Natur und die Demokratie. Doch dies bleibt nicht ohne Widerspruch. Aktuell fordern Beschäftigte aus den Krankenhäusern die Rücknahme von Privatisierungen und auch in den Kämpfen gegen Gentrifizierung und Mietsteigerungen wurden in den letzten Jahren die Stimmen für eine Enteignung der Immobilienkonzerne lauter.

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Gesundheitswesen in der Corona-Krise - internationale Berichte und Forderungen der Beschäftigten

Seit der Corona Virus die ganze Welt im Griff hat, wendet sich überall die Öffentlichkeit den Gesundheitsarbeiter*innen zu – es wird geklatscht und sich bedankt, die Forderungen werden unterstützt. In dieser Situation wird nochmals deutlicher: Wir alle sind angewiesen auf ein gut funktionierendes Gesundheitswesen, genügend Personal, gute Arbeitsbedingungen und genügend Kapazitäten in den Krankenhäusern. Die tausenden Corona-Toten in Europa und den USA sind die Rechnung für ein seit Jahrzehnten zusammengesparten Gesundheitswesen. Die katastrophalen Auswirkungen der Corona-Krise werden von den Pfleger*innen, Ärzt*innen und anderen Beschäftigten am eigenen Leib erlebt: die Belastung ist enorm hoch, oftmals fehlt es an den nötigsten Mitteln zum Schutz der Beschäftigten und zur Versorgung der Patienten. Doch diese Situation hat auch eine andere Seite – selten wurde den Stimmen der Beschäftigten so gut zugehört wie jetzt, und das bedeutet: die Krise der Gesundheitsversorgung eröffnet auch Möglichkeiten, den Mensch wieder in den Vordergrund zu stellen, statt den Profit. Krankenhäuser werden wieder in staatliche Hand genommen, das Fallpauschalensystem wurde teilweise außer Kraft gesetzt – dies wäre zurvor nicht denkbar gewesen. Bei dieser Veranstaltung im Rahmen des digitalen Marx Is‘ Muss Kongress wollen wir mit Beschäftigen aus dem Gesundheitswesen aus Spanien und Deutschland über die aktuelle Situation und ihre Forderungen sprechen.

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Über den notwendigen gemeinsamen Kampf für Trans*- und Frauenbefreiung

Die Situation für Transmenschen in Deutschland ist alles andere als rosig, der Kampf gegen alle Formen der Diskriminierung wird hart geführt. Die AfD sieht in der Transgesetzgebung einen »Kreuzzug« gegen die Zweigeschlechtlichkeit und bezeichnet es als „staatliche sexualisierte Nötigung“ wenn Kitas und Schulen über die sexuelle und geschlechtliche Vielfalt der Gesellschaft aufklären. Manche Feministinnen sehen Transfrauen nicht als »echte Frauen« an und beziehen sie nicht in feministische Kämpfe ein. Doch Frauenkämpfe und Kämpfe von Transmenschen zu trennen, schwächt beide. Bedingungslose Solidarität mit den Unterdrückten bedeutet, die Transselbstidentifizierung und die nichtbinäre Geschlechtszugehörigkeit ohne Wenn und Aber zu unterstützen.

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Wie alles begann: die Anfänge der Kommunistischen Frauenbewegung

Vor hundert Jahren wurde die Kommunistische Fraueninternationale (KF) gegründet und schuf eine weitgehend unbekannte, jedoch reiche Tradition zur Frage der Frauenbefreiung. Wir wollen einen Einblick in die damaligen Debatten und die politische Praxis geben. Was können wir heute von der frühen kommunistischen Frauenbewegung lernen? Daria Dyakonova hat bisher unveröffentlichte Dokumente der KF gesichtet und wird die Debatten der Zeit vorstellen. Die KF wäre ohne die Russische Revolution und die revolutionären Klassenkämpfe in Deutschland nicht möglich gewesen. Regina Sternal wird über Errungenschaften der Frauenbefreiung in der jungen Sowjetunion berichten und in diesem Zusammenhang die Arbeit der russischen Revolutionärin Alexandra Kollontai vorstellen.

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