Seit den Anschlägen von Wien und Paris wird wieder viel über Dschihadismus und Islamismus geredet – auch in der LINKEN. Die Frage, auf welchem Nährboden radikal-islamistische Strömungen überhaupt wachsen können, wird nur selten gestellt. Im Gegenteil: Muslim*innen werden in Deutschland unter Generalverdacht gestellt. Es findet vielfach ein Überbietungswettbewerb um die schärferen, staatlichen Repressionsmaßnahmen statt. Wir wollen daher mit dieser Veranstaltung tiefer gehen und die Beziehung zwischen dem westlichen „Krieg gegen den Terror“ im Nahen Osten, dem antimuslimischen Rassismus in Europa und dem Aufstieg von radikal-islamistischen Strömungen diskutieren. Wir werden uns mit der Problematik von aufgeladenen Begriffen, wie „Islamismus“ oder „politischer Islam“, auseinandersetzen. Was heißt es, in Deutschland als Muslim oder Muslimin gelesen zu werden und wie wirkt sich der antimuslimische Rassismus konkret aus? Welche Antwort hat die Linke auf dschihadistische Terroranschläge? Mit Ismail Kayed (DIE LINKE. Fürstenwalde) und Yasmin Nahhass (DIE LINKE. Köln) wollen wir diesen Fragen nachgehen und dabei auch diskutieren, wie DIE LINKE für Muslim*innen attraktiver werden kann.