Seit der Corona Virus die ganze Welt im Griff hat, wendet sich überall die Öffentlichkeit den Gesundheitsarbeiter*innen zu – es wird geklatscht und sich bedankt, die Forderungen werden unterstützt. In dieser Situation wird nochmals deutlicher: Wir alle sind angewiesen auf ein gut funktionierendes Gesundheitswesen, genügend Personal, gute Arbeitsbedingungen und genügend Kapazitäten in den Krankenhäusern. Die tausenden Corona-Toten in Europa und den USA sind die Rechnung für ein seit Jahrzehnten zusammengesparten Gesundheitswesen. Die katastrophalen Auswirkungen der Corona-Krise werden von den Pfleger*innen, Ärzt*innen und anderen Beschäftigten am eigenen Leib erlebt: die Belastung ist enorm hoch, oftmals fehlt es an den nötigsten Mitteln zum Schutz der Beschäftigten und zur Versorgung der Patienten. Doch diese Situation hat auch eine andere Seite – selten wurde den Stimmen der Beschäftigten so gut zugehört wie jetzt, und das bedeutet: die Krise der Gesundheitsversorgung eröffnet auch Möglichkeiten, den Mensch wieder in den Vordergrund zu stellen, statt den Profit. Krankenhäuser werden wieder in staatliche Hand genommen, das Fallpauschalensystem wurde teilweise außer Kraft gesetzt – dies wäre zurvor nicht denkbar gewesen. Bei dieser Veranstaltung im Rahmen des digitalen Marx Is‘ Muss Kongress wollen wir mit Beschäftigen aus dem Gesundheitswesen aus Spanien und Deutschland über die aktuelle Situation und ihre Forderungen sprechen.