Insbesondere dank der Einführung eines Mietendeckels gilt die aktuelle Regierungsbeteiligung in Berlin als Erfolgsmodell, im Gegensatz zur Regierungszeit von Rot-Rot 2001-11 und anderen Regierungsbeteiligungen der Linken. Gleichzeitig werden immer wieder Hoffnungen auf eine andere Politik enttäuscht – etwa bei Zwangsräumungen für Immobilienspekulanten. Und es gibt zahlreiche Konflikte mit den Koalitionspartner SPD und Grünen, beispielsweise zur Frage der S-Bahn-Privatisierung. Wir wollen eine Bilanz der Berliner Regierungsbeteiligung mit SPD und Grünen ziehen und diskutieren, wie Erfolge im Zusammenspiel mit sozialen Bewegungen möglich waren und wo die Grenzen von Regierungsbeteiligung liegen. Welche Auswirkungen haben die krisenbedingten Ausfälle bei den Steuereinnahmen und die Schuldenbremse für die Spielräume künftiger Regierungspolitik? Soll DIE LINKE in Berlin nach der Wahl wieder regieren?