Aus der Geschichte lernen: Warum Rosa Luxemburg gegen jede Regierungsbeteiligung war

2018

Die Diskussion um Perspektiven und Grenzen linker Regierungen wird nicht erst seit ein paar Jahren geführt, sondern wurde in der Sozialdemokratie schon vor über hundert Jahren ausgefochten. 1899 kam es in Frankreich zum ersten Mal zur Bildung einer Koalitionsregierung unter Beteiligung eines sozialistischen Ministers. In der Debatte um die Regierungsbeteiligung bildeten sich zwei Flügel. Die Befürworter verstanden sich als nüchterne Macher, die ihren marxistischen Gegnern Traumtänzerei vorwarfen. Der marxistische Flügel sah in der Regierungsbeteiligung die Unterordnung der Arbeiterbewegung unter die Interessen des Kapitals, die am Ende zur Preisgabe der eigenen Ziele führen wird. Bekannteste Verfechterin des marxistischen Flügels war Rosa Luxemburg. Wie begründete sie ihre ablehnende Haltung und was lässt sich davon auf heute übertragen?

  • Moritz Wittler

    Berlin-Neukölln

    DIE LINKE

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