Das Bauhaus 1919-33. Ein unabgeschlossenes Kapitel

2018

In den Wirren der Revolutionszeit 1918/19 – als unklar war, ob Hofmarschallamt oder Räterepublik zu entscheiden hatte – gründete Walter Gropius in Weimar das Staatliche Bauhaus. Es entwickelte sich unter seiner Leitung zu einer lebendigen Kunstschule und stand für neue Form-, Produkt- und Baukultur. Es war international vernetzt, praktizierte experimentelle Lehre, unkonventionelle Lebensentwürfe und strebte die kulturelle und soziale Erneuerung der Gesellschaft an. In den 14 Jahren seiner Existenz wurde es immer wieder bekämpft, dreimal wurde es aus politischen Gründen geschlossen. Der Versuch Ludwig Mies van der Rohes, das Bauhaus zu entpolitisieren, verhinderte die Schließung durch die Nationalsozialisten nicht. Die Bauhäusler trugen ihre Visionen in die Welt. Was ist geblieben?

  • Barbara Fuchs

    DIE LINKE und attac

    Kulturwissenschaftlerin

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