Die 70er Jahre: Wie aus K-Gruppen und Spontis die Grünen wurden

2018

In den frühen 70er Jahren schlossen sich in der Bundesrepublik Deutschland Zehntausende den sogenannten K-Gruppen an. Dabei handelte es sich um Parteien wie den „Kommunistischen Bund Westdeutschland“, die KPD-ML, KPD, „Kommunistischen Bund“ und viele andere, die in ihrer Mehrzahl in Maos China eine sozialistische Alternative zum sowjetischen Staatskapitalismus russischer Prägung sahen. Viele andere wandten sich spontaneistischer Theorie und Praxis zu – einem Vorläufer der Autonomen. Doch ein Jahrzehnt später standen die meisten K-Gruppen vor ihrer Auflösung. Maoisten wie Jürgen Trittin und Spontis wie Joschka Fischer strömten in die 1979 neugegründet Partei „Die Grünen“, bevor sie Ende der 90er Jahre als Minister Kriegseinsätze und Castor-Transporte verantworteten. Stefanie Haenisch erklärt, warum so viele der radikalen 68er zu staatstragenden Parlamentariern wurden.

  • Stefanie Haenisch

    Frankfurt

    DIE LINKE

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