Die Beteiligung von linken Parteien an einer Regierung erscheint oft als naheliegendster Weg, um einzelne Reformschritte und Verbesserungen innerhalb des Bestehenden durchsetzen zu können. Häufig wird sie auch mit der Logik des »kleineren Übels« begründet: Es wird schon nicht ganz so schlimm kommen, wenn Linke mit in der Regierung sitzen und zumindest die Bildung einer weiter rechts stehenden Regierung kann verhindert werden, so die Hoffnung. Die linken Erfahrungen beim Mitregieren sind jedoch weitgehend ernüchternd bis enttäuschend. Wie konnte es dazu kommen, dass vergangene Linksregierungen in Europa versagt haben – und welche Lehren können wir daraus ziehen? Wir diskutieren anhand der Erfahrungen von Syriza, Podemos und Rifondazione Comunista.