IQ: Marxismus und menschliche Intelligenz

Im kapitalistischen System gilt der Mensch als Wesen des Wettbewerbs: Intelligenz wird zwar wie ein Arbeitslohn in nackten Zahlen bemessen, steht dahinter aber auch wissenschaftliche Erkenntnis? Nicht nur Sarrazin bezog sich in den letzten Jahren für rassistische Hetze auf sozialdarwinistische Annahmen über die Intelligenz von Menschengruppen. Wie eine marxistische Antwort auf die Frage der menschlichen Intelligenz aussehen kann, wird Oliver Völckers an einer missverstandenen Kenngröße darstellen: Dem Intelligenz-Quotienten.


Green New Deal: Ist grünes Wachstum die Lösung?

Der New Deal in den USA der 1930er Jahre war eine Reihe von staatlichen Wirtschafts- und Sozialreformen, die dazu dienen sollten, die Weltwirtschaftskrise zu überwinden. Nun dient er als Beispiel für allerlei Pläne für die notwendige Klimawende. Wir gehen der Frage nach, ob der New Deal tatsächlich als Erfolgsbeispiel taugt und inwiefern er ein Modell für den sozial-ökoloischen Umbau heute sein kann.


Der Horror des Kapitalismus – eine marxistische Analyse des Horrorfilms

Das Horror Genre spielt seit jeher meisterlich auf der Klaviatur menschlicher Gefühle. Horrorfilme erzeugen starke Gefühle von Angst, Beklemmung und Scham. Doch sie mobilisieren nicht nur Gefühle, sondern vermitteln dabei komplexe Gesellschaftsbilder. Im Angesicht des Grauens zerbrechen bürgerliche Mittelstandsfamilien in Slasher-Filmen. Lebende Untote zertrampeln die Konsumtempel des Kapitalismus. Und allzu häufig spüren wir mit Beklemmung, dass der Horror nicht im Fremden, sondern im bekannten Leben in der »normalen« Welt erscheint. Der Youtuber und Filmkritiker Wolfgang M. Schmitt erklärt in seiner Veranstaltung, wie wir Horrorfilme ideologiekritisch verstehen können und was sie uns über Kapitalismus erzählen.


Der Drache im Raum: Wie positioniert sich die Linke zu China?

Menschenrechtsverletzungen wie die Unterdrückung der Uiguren in Xinjiang sind in China an der Tagesordnung. Die Bundesregierung instrumentalisiert Repression in China als Rechtfertigung für eine schärfere Gangart im geopolitischen Machtkampf. Gleichzeitig tut sich die gesellschaftliche Linke und DIE LINKE mit einer Positionierung in dieser Gemengelage schwer. Welche Entwicklungen haben in China und Xinjiang in den letzten Jahrzehnten stattgefunden? Wer sind unsere Bündnispartner:innen im Kampf gegen die geopolitische Konkurrenz? Wie sieht eine linke und internationalistische Positionierung gegen Unterdrückung in China aus?


Kampf für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch

Der Kampf für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch hat in einigen Ländern wie Irland und Argentinien Erfolg gehabt. In anderen Ländern führt die Rechte Krieg gegen dieses fundamentale Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper und das eigene Leben. Seit Trump gibt es in den USA einen massiven Vorstoß, die liberalen Gesetze zu kippen. Auch in Deutschland wird der Zugang zu Abtreibung zunehmend schwerer. Es ist nicht anzunehmen, dass die derzeitige Regierung daran etwas ändert.


100 Jahre Faschismus - Mussolinis Griff zur Macht

Im September 1920 besetzten 500.000 Metallarbeiter*innen in den Industriezentren Norditaliens ihre Fabriken. Einen ganzen Monat lang trotzten sie der Regierung, der Polizei und den Arbeitgebern. Sie erstritten sich Lohnerhöhungen und das Versprechen der Arbeiterkontrolle. Zwei Jahre später übergab der italienische König Mussolini die Macht. Es folgten 22 Jahre brutaler faschistischer Diktatur. Mit welchen Methoden Mussolini und seine erst 1919 gegründete kleine faschistische Partei eine so lebendige Arbeiterbewegung in so kurzer Zeit zerschlagen konnten, darüber referiert David Paenson, Aktivist bei "Aufstehen gegen Rassismus" in Frankfurt.


Häuserkampf ist Klassenkampf - Perspektiven der Bewegung für bezahlbaren Wohnraum

Über eine Million Menschen haben beim Volksentscheid in Berlin für die Enteignung der großen Immobilienkonzerne gestimmt. Zu hohe Mieten und Wohnungsnot plagen uns nicht erst seit heute. Bereits vor 150 Jahren schlossen sich Mieter*innen zusammen um die Wohnungslage zu verbessern. Schon Friedrich Engels setzte sich mit der Wohnungslage im Kapitalismus auseinander. Wir werfen einen Blick auf die Geschichte der Mietkämpfe - auf Erfolge, Niederlagen und Lehren für uns heute.

Jürgen Ehlers ist aktiv bei der LINKEN in Frankfurt a.M. und hat zwei Mieter:inneninitiativen mitbegründet.


Angela Davis: Rassismus, Sexismus und Klassenkampf

Angela Davis ist eine Schwarze Feministin und Sozialistin, die im Zuge der 68er-Bewegung weltweit bekannt wurde. Im Laufe der Zeit sind ihre Themen ähnlich vielfältig wie ihre eigenen Erfahrungen geworden: Davis setzte sich für die Abschaffung von Gefängnissen ein, war aktiver Teil der US-amerikanischen Antikriegsbewegung und wurde zur Ikone für den Kampf gegen Rassismus, Frauenunterdrückung und Ausbeutung. In ihrem wohl meistgelesenen Buch „Rassismus und Sexismus. Schwarze Frauen und Klassenkampf in den USA“ untersucht Angela Davis die Dynamik zwischen Unterdrückung und Ausbeutung in der kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Die Aktivistin und Denkerin untersucht auch die Verbindung von Intersektionalität und Marxismus. Wie sind diese Fragen mit ihrem Leben verbunden und welche Antworten findet sie darauf? Können beide in einer gemeinsamen Symbiose aufgehen oder bildet der Graben zwischen Klassenanalyse und Intersektionalitätstheorien einen unüberwindbaren Widerspruch?