Abendpodium: Zeitenwende – »Stoppt die Kriegstreiber!«

Von einer "Zeitenwende" für ganz Europa sprach Bundeskanzler Olaf Scholz wenige Tage nach de Beginn Russlands Angriff auf die Ukraine.
Der Krieg ist ein Krieg gegen die Ukraine und ein Krieg um die Ukraine. Russland einerseits und die NATO-Staaten andererseits versuchen, ihre Einflussgebiete auszuweiten. Die imperialistische Konkurrenz spitzt sich weltweit zu mit dramatischen Folgen für die betroffenen Menschen, die getötet oder vertrieben werden.
Im Zuge des Ukraine-Krieges wagen die Scharfmacher und Kriegstreiber sich weltweit wieder offener aus der Deckung. Mit den 100 Mrd. Aufrüstung-Paket für die Bundeswehr soll Deutschland vom Wirtschaftsriesen zur militärischen Weltmacht gemacht werden.
Die verheerenden Kriegszüge in Afghanistan und dem Rest Westasiens und Nordafrikas zeigen: Ihre Kriege sind auch heute nicht die unseren.
Aber wie bauen wir eine Bewegung gegen die drohende Gefahr inmitten all der Krisen auf?


#MeToo, die Linke und der Kampf gegen Sexismus

Wie allgegenwärtig Sexismus ist, zeigt sich an der anhaltenden #MeToo-Debatte, die auch die LINKE erfasst hat. Aber warum gibt es Sexismus, wie können wir dagegen kämpfen? Wie stehen wir zu Konzepten wie "Definitionsmacht" und "transformative Gerechtigkeit"? Und kann es eine Gesellschaft ohne Sexismus geben? Wie kommen wir dahin?


1,5-Grad sind nicht verhandelbar!

Wie kann die Klimabewegung gewinnen? Die Debatte um die Frage: Wie weiter mit der Kimabewegung? treibt uns und viel andere Menschen um. Die Pole in der Diskussion reichen von dem Aufbau einer Öko-RAF über Sabotage, zivilem Ungehorsam, radikalem Antikapitalismus, bis hin zu Baumesetzungen, dem Sammeln von Unterschriften, gewaltfreiem Widerstand und Demonstrationen. Rasche Erfolge sind bisher trotz der vielen starken Demonstrationen und Zustimmung in großen Teilen der Bevölkerung ausgeblieben, damit stellt sich immer drängender die Frage für die Klimaschutzbewegung nachdem: Wie weiter?


Konsumkritik: Mit bewusstem Konsum das Klima retten?

Alles öko, alles gut? In den westlichen Industrieländern, besonders in Deutschland, wird von der Industrie, aber auch von vielen Politikerinnen und Politikern oder manchen NGO‘s, das »persönliche Engagement für Klimaschutz« ins Zentrum gestellt und damit an eine Änderung des individuellen Verhaltens appelliert. »Klimaschutz kann jeder und jede«, »Tipps für den Alltag«,»Klimaschutz fängt bei dir selbst an« und so weiter. In der Veranstaltung wollen wir der Frage nachgehen, warum Konsumkritik am falschen Hebel ansetzt und die Rede von der »Macht der Verbraucher« ein Märchen ist. Es wird jedoch auch darum gehen, wie das weit verbreitete und legitime Unbehagen an der Nicht-Nachhaltigkeit des eigenen Lebensstil als Klassenfrage und damit als kollektive Konsumkritik politisiert werden kann. Dabei wird dargelegt, inwieweit die ökologische Frage auf den Ebenen der politischen Ökonomie (und somit der systemischen Ursachen von Umweltzerstörung im Kapitalismus), der Verteilung von Lebens- und Konsumchancen sowie in Bezug auf sozial-ökologische Konfliktdynamiken einen Klassencharakter hat. Ziel dieser Analysen ist die Entwicklung einer ökosozialistische Klassenpolitik, die sowohl an den bestehenden Problemen und Konflikten ansetzt und doch über den Kapitalismus hinaus weisen kann. Hans Rackwitz ist ökosozialistischer Klimaaktivist, Soziologie und promoviert am Arbeitsbereich Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu einer Soziologie der Klassen- und Naturverhältnisse.


Antisemitismus in Deutschland

Viele glaubten, die Gefahr des Antisemitismus sei in Deutschland nach 1945 gebannt. Es gab keine antisemitischen Pogrome mehr und in dem ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts schien er - folgt man der Großstudie von Heitmeyer im Gegensatz zu anderen Formen des Rassismus zurückzugehen. Seit 2013 haben sich die offiziell erfassten Zahlen antisemitischer Straftaten dagegen verdoppelt, trotz offizieller Ächtung durch die bürgerliche Mitte von Staat und Gesellschaft. Wie äußert sich der „neue“ Antisemitismus? Welche Rolle spielen Bewegungen wie Pegida und die Kampagne gegen Flüchtlinge oder die Querdenkerbewegung der Impfkritiker für die Renaissance des Antisemitismus? Wie hat sich das Erstarken der AfD ausgewirkt? Was sagen wir zu der These, der Antisemitismus sei gar durch Muslime re-importiert worden?


ABC der Frauenbefreiung

Trotz rechtlicher Gleichstellung erleben Frauen sexuelle Diskriminierung und Gewalt und sind stärker von Armut betroffen. Frauen stehen nach wie vor unter der Doppelbelastung von Lohnarbeit und privater Sorgearbeit für Kinder und alte Menschen. Und weltweit wehren sich Frauen gegen Schwangerschaftsabbruchverbote. Gemeinsam wollen wir diskutieren: Was sind die Ursachen von Frauenunterdrückung und wie können wir erfolgreich für Frauenbefreiung kämpfen?


Queer & Klasse: Ein intersektionaler Kampf?

Wie können Kämpfe gegen Unterdrückung und Kapital erfolgreich geführt werden? Ist Intersektionalität der Schlüssel für eine Neugestaltung und um eine solidarische und gerechte Welt zu erwirken – oder doch nur ein Begriff der Identitätspolitik? Mit historischen Beispielen und einer Analyse wollen wir gemeinsam Perspektiven für die queere Bewegung entwickeln.


“Kein Mensch ist illegal”. Kämpfe gegen die Festung Europa

Die Solidarität mit den Geflüchteten aus der Ukraine ist groß. Wir wissen nicht wie lange diese Solidarität anhält, wir wissen aber, dass die Grenzen für Geflüchtete aus anderen Regionen der Welt geschlossen bleiben. Mit der „Push-back"- und Abschottungspolitik an Land und auf See ist die Europäische Union verantwortlich für den Tod ungezählter Geflüchteter. Gemeinsam wollen wir die Realität des Europäischen Grenzregimes diskutieren und aufzeigen, wie wir für das Recht auf Bewegungsfreiheit kämpfen.