Abendpodium: Zeitenwende – »Stoppt die Kriegstreiber!«

Von einer "Zeitenwende" für ganz Europa sprach Bundeskanzler Olaf Scholz wenige Tage nach de Beginn Russlands Angriff auf die Ukraine.
Der Krieg ist ein Krieg gegen die Ukraine und ein Krieg um die Ukraine. Russland einerseits und die NATO-Staaten andererseits versuchen, ihre Einflussgebiete auszuweiten. Die imperialistische Konkurrenz spitzt sich weltweit zu mit dramatischen Folgen für die betroffenen Menschen, die getötet oder vertrieben werden.
Im Zuge des Ukraine-Krieges wagen die Scharfmacher und Kriegstreiber sich weltweit wieder offener aus der Deckung. Mit den 100 Mrd. Aufrüstung-Paket für die Bundeswehr soll Deutschland vom Wirtschaftsriesen zur militärischen Weltmacht gemacht werden.
Die verheerenden Kriegszüge in Afghanistan und dem Rest Westasiens und Nordafrikas zeigen: Ihre Kriege sind auch heute nicht die unseren.
Aber wie bauen wir eine Bewegung gegen die drohende Gefahr inmitten all der Krisen auf?


“Kein Mensch ist illegal”. Kämpfe gegen die Festung Europa

Die Solidarität mit den Geflüchteten aus der Ukraine ist groß. Wir wissen nicht wie lange diese Solidarität anhält, wir wissen aber, dass die Grenzen für Geflüchtete aus anderen Regionen der Welt geschlossen bleiben. Mit der „Push-back"- und Abschottungspolitik an Land und auf See ist die Europäische Union verantwortlich für den Tod ungezählter Geflüchteter. Gemeinsam wollen wir die Realität des Europäischen Grenzregimes diskutieren und aufzeigen, wie wir für das Recht auf Bewegungsfreiheit kämpfen.


Was steht hinter dem Krieg um die Ukraine?

Mit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine, hat sich der Ost-West-Konflikt, der mit dem Zusammenbruch des russisch geführten Ostblocks und dem Ende des Kalten Kriegs 1990 für immer erledigt schien, neu entzündet. Der Krieg ist nicht nur ein Krieg gegen, sondern auch einer um die Ukraine. Die Ukraine ist zu einem Spielball imperialistischer Interessenpolitik geworden, Russland auf der einen und die USA mit der EU auf der anderen, in der die Interessen der Menschen in der Ukraine wenig Beachtung finden. Wie hat sich der Konflikt entwickelt? Welche Rolle spielte der Westen und die NATO bei der neuen Ost-West-Konfrontation? Worum geht es im Krieg in der Ukraine. Wir wollen in der Veranstaltung die Hintergründe des Krieges beleuchten und Perspektiven für die ukrainische Linke diskutieren.


10 Jahre arabische Revolutionen

Im Jahr 2011 fegte eine revolutionäre Welle über die arabischen Länder hinweg. Ausgehend von Tunesien und Ägypten erhoben sich in den Ländern der Region Millionen von Menschen, stürzten brutale Diktaturen und destabilisierten die regionale, imperialistische Ordnung. Und doch tut sich die Linke bis heute schwer damit, das Erbe anzunehmen. Zu grausam waren die Verheerungen, die mit der Niederschlagung und den Bürgerkriegen in Ländern wie Libyen, Syrien oder Jemen einhergegangen sind. Das Eingreifen der imperialistischen Mächte wie auch die Politik der vorherrschenden islamischen Strömungen trugen ihrerseits dazu bei, den revolutionären Aufbruch in einem negativen Licht erscheinen zu lassen. In ihrem neuen Buch liefert Anne Alexander einen einmaligen Überblick über die Bewegungen in den verschiedenen Ländern und bettet diesen in eine marxistische Analyse der politischen Akteure ein. Gemeinsam mit dem ägyptischen Sozialisten Hossam el-Hamalawy diskutiert sie, welche Rolle die arbeitende Klasse, der Staat und seine Armee spielten, welche Lehren gezogen werden können und welche Dynamik die neuen Aufstände in Libanon, Irak, Sudan und Algerien antreibt.


Mali: Was macht die Bundeswehr eigentlich in in der Sahelzone?

Wenn von Mali die Rede ist, ist von Terror, Armut und Korruption die Rede. Aber Mali hat eine lange Geschichte und eine Tradition des Widerstands. Welche Rolle spielen der Kolonialismus, neoliberale Strukturanpassungsprogramme und der so genannte Krieg gegen den Terror für die heutige Situation? Was macht eigentlich die Bundeswehr in Mali, was bedeutet der Abzug der französischen Armee, welche Rolle spielen internationale Militärs und russische Söldner? Und wie lassen sich die Probleme in Mali lösen?


Imperialismus heute

Der Krieg um die Ukraine zeigt mit aller Brutalität, dass der Imperialismus in eine neue Phase geht. Die geopolitischen Konfliktlinien haben sich in den letzten Jahren verschoben. Die ökonomische Konkurrenz zwischen den USA und China bekommt zunehmend einen militärischen Ausdruck. Welche Veränderungen passieren gerade im internationalen Staatensystem? Wie können wir die Konkurrenz zwischen China und USA verstehen? Welche Rolle spielt die Niederlage des Westens in Afghanistan? Wie positionieren wir uns als Antiimperialist*innen in der Tradition des Internationalismus von Unten?


20 Jahre NATO-Krieg in Afghanistan. Eine Bilanz

Mit der Rückkehr der Taliban an die Macht und dem Abzug der NATO-Truppen endete die 20-jährige Besatzung Afghanistans. Die Lage in Afghanistan ist katastrophal: Millionen Menschen leiden Hunger, die Taliban sind gestärkt zurück. Was ist die Bilanz von 20 Jahren Besatzung und Krieg? Wie kam es zu Krieg und Besatzung? Warum sind die Taliban heute wieder an der Macht? Welche Lehren muss die LINKE für heutige Auslandseinsätze ziehen?


Der Drache im Raum: Wie positioniert sich die Linke zu China?

Menschenrechtsverletzungen wie die Unterdrückung der Uiguren in Xinjiang sind in China an der Tagesordnung. Die Bundesregierung instrumentalisiert Repression in China als Rechtfertigung für eine schärfere Gangart im geopolitischen Machtkampf. Gleichzeitig tut sich die gesellschaftliche Linke und DIE LINKE mit einer Positionierung in dieser Gemengelage schwer. Welche Entwicklungen haben in China und Xinjiang in den letzten Jahrzehnten stattgefunden? Wer sind unsere Bündnispartner:innen im Kampf gegen die geopolitische Konkurrenz? Wie sieht eine linke und internationalistische Positionierung gegen Unterdrückung in China aus?