Podium: "Kapitalisten enteignen - ja bitte!"

Das Gespenst der Enteignung ist zurück. Und immer mehr Leute unterstützen die Forderung nach Enteignung – zumindest in der Immobilienfrage. Wir werfen einen Blick auf die ungerechten Eigentumsverhältnisse in der Gesellschaft und auf die fatalen Auswirkungen auf Mensch, Natur und die Demokratie. In welchen Bereichen ließe sich die Macht des Kapitals durch Enteignung herausfordern und wie werden die Beschäftigten dafür gewonnen? Könnte es ein großes gesellschaftliches Bündnis für Enteignungen geben und wie sieht es eigentlich mit Vergesellschaftung aus?

mit Janine Wissler (stellv. Vorsitzende LINKE) und Rouzbeh Taheri (Kampagne Deutsche Wohnen & Co. Enteignen!)


Keine Enteignung ist auch keine Lösung! Oder wie eine kooperative Ökonomie aussehen kann.

“System change, not climate change!” ist die Losung der Klimabewegung, der Ruf zur Enteignung von großen Immobilienkonzernen findet breite Unterstützung und eine internationale Studie findet Anfang 2020 heraus, dass immer mehr Menschen am Kapitalismus zweifeln. Und doch scheint eine nicht-kapitalistische Ökonomie nur schwer vorstellbar. Sabine Nuss wird in ihrem Vortrag das vergiftete Versprechen des Privateigentums bloßstellen und aufzeigen, was das für eine alternative Organisation von Produktion und Konsumtion bedeutet

mit Sabine Nuss (Autorin, Geschäftsführerin Karl Dietz Verlag)


Rassismus in Ostdeutschland — damals und heute

Offiziell gab sich die DDR antirassistisch und betonte die internationale Solidarität. In den Medien wurde Solidarität zwischen DDR-Bürgern und Ausländern groß geschrieben. Aber wie war die Situation tatsächlich? Gleiche Rechte und Teilhabe gab es im DDR-Alltag kaum. Die Rechte der in der DDR beschäftigten Vertragsarbeiter*innen waren stark eingeschränkt. Liebesbeziehungen sollten bereits im Ansatz verhindert werden, Schwangerschaften unterbunden und Eheschließungen maximal behindert. Rassistische Übergriffe wurden unter den Teppich gekehrt. Ist die Situation von damals mitverantwortlich für Rassismus, Gewalt und Ablehnung gegen Migrant*innen heute und das starke AfD-Wahlergebnis?

mit Phuong Thuy Nguyen (Tochter vietnamesischer Vertragsarbeiter), Sabine U. (Aufstehen gegen Rassismus Chemnitz)


Institutioneller Rassismus und Feindbild Islam - am Beispiel „Clan-Debatte“

Die Debatte um so genannte „Clan-Kriminalität“ ist weit mehr als eine Debatte: Pauschale Verdächtigungen muslimischer, v.a. arabischstämmiger Einwohner*innen als Kriminelle, willkürliche Kontrollen und öffentlichkeitswirksame Razzien insbesondere gegen Gewerbetreibende in Kombination mit einem beträchtlichen Medienrummel. Und obwohl trotz unverhältnismäßiger Polizeipräsenz allenfalls Kleinigkeiten beanstandet werden. Was steckt hinter dem Begriff der „Clans“? Wie können wir uns gegen behördliche Schikane und Racial Profiling zur Wehr setzen? Was steht politisch auf dem Spiel?

mit Mehdi Chahrour (Vors. MAHDI e.V.) und LINKE (n.n.)


Jenseits von CO²-Steuer: Wie grün kann die LINKE sein?

Warum Umweltschutz ein linkes Thema sein muss und wir die Umweltfrage klassenpolitisch und antikapitalistisch anpacken können. Von CO2-Steuer über Entmachtung Energiekonzerne bis zur Verkehrswende.

mit Hubertus Zdebel (MdB DIE LINKE)