Zeitalter der Pandemien: Die Plagen des Kapitalismus

Seitdem Menschen sesshafte Landwirtschaft betreiben, kommt es immer wieder zu tödlichen Epidemien. Aber warum nehmen diese Infektionen heute die Form weltweiter Pandemien an, so wie es bei COVID-19, SARS, MERS oder der Vogelgrippe der Fall war? Warum häufen sie sich - und was lässt sich dagegen unternehmen? Wie Pandemien entstehen und warum breiten sie sich global aus? Welche Rolle spielt die evolutionäre Dynamik der Krankheitserreger und welche die gegenwärtigen ökologischen und ökonomischen Strukturen. Die Ursache von COVID-19 läge in weltweit schwindender Biodiversität, Landübernutzung und Massentierhaltung, kurz: im herrschenden kapitalistischen Nahrungsregime, so Rob Wallace. Solange der ökologische Raubbau anhält, werden Epidemien außer Kontrolle geraten.


Überwachungskapitalismus - der produzierende User

Überwachungskapitalismus ist eine neue Marktform, die einerseits der Logik der klassischen Kapitalakkumulation folgt, aber darüber hinaus auf der Monetarisierung von Nutzer:innen-Verhalten basiert. Die Möglichkeit der gezielten Beeinflussung von Verhalten schließt nicht allein das Befriedigen, sondern auch das Schaffen von Bedürfnissen und deren Steuerung ein. Eine Einführungsveranstaltung in das Thema und worüber wir als Sozialist:innen des 21. Jahrhunderts reden müssen.

Lars Bretthauer (Politikwissenschaftler)


IQ: Marxismus und menschliche Intelligenz

Im kapitalistischen System gilt der Mensch als Wesen des Wettbewerbs: Intelligenz wird zwar wie ein Arbeitslohn in nackten Zahlen bemessen, steht dahinter aber auch wissenschaftliche Erkenntnis? Nicht nur Sarrazin bezog sich in den letzten Jahren für rassistische Hetze auf sozialdarwinistische Annahmen über die Intelligenz von Menschengruppen. Wie eine marxistische Antwort auf die Frage der menschlichen Intelligenz aussehen kann, wird Oliver Völckers an einer missverstandenen Kenngröße darstellen: Dem Intelligenz-Quotienten.