Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen – kurz BDS – ist eine internationale, von der palästinensischen Zivilgesellschaft ausgerufene Menschenrechtskampagne. Das Ziel ist durch Druck auf den israelischen Staat, Besatzung und Siedlungskolonialismus zu beenden, die Rechte von Palästinenser:innen durchzusetzen und das Rückkehrrecht palästinensischer Geflüchteter einzufordern. Was nach einer internationalistischen Herangehensweise klingt, um auf die Unterdrückung der Palästinenser:innen aufmerksam zu machen, wird in Deutschland zum Schreckgespenst ausgerufen. Wer sich für die Rechte der Palästinenser:innen und BDS ausspricht, wird in der deutschen Öffentlichkeit – geführt von rechten, rassistischen, aber auch von sich selbst als “links” bezeichnenden Kräften – verunglimpft. Hat BDS in Deutschland eine Chance? Wie ist ein Diskurs für Gerechtigkeit in Palästina hierzulande möglich? Oder ist, wie BDS-Gründer Omar Barghouti sagt, Deutschland in dieser Hinsicht “verloren”? Darüber werden der BDS-Aktivist Christoph Glanz von den BT3P (Bundestag 3 for Palestine – die Kläger*innen gegen die BDS-Resolution des deutschen Bundestags) und Ramsis Kilani (marx21) reden.