Nach dem Ausbruch des algerischen Unabhängigkeitskrieges schloss sich der Schriftsteller und Psychiater Frantz Fanon 1956 der Partei Front de Libération Nationale (FLN) an. Fanon‘s Hauptwerk „Die Verdammten dieser Erde“ (1961) gilt als Zeugnis seines politischen Lebens. In dem Buch liefert Fanon eine scharfe Analyse der kolonialen Verhältnisse in Afrika und eine kritische Diagnose der Phase nach der Dekolonisation. Zugleich thematisiert er die psychischen Verletzungen und Gewaltanwendungen im Kontext der Kolonisierung. Unter Bezugnahme auf Fanon, soll in der Veranstaltung neben den Differenzen marxistischer und postkolonialer Gesellschaftsanalyse vor allem die Frage diskutiert werden, was Marxist*innen von Fanon lernen können.

mit NamDuy Nguyen (Die Linke.SDS Leipzig)