Offiziell gab sich die DDR antirassistisch und betonte die internationale Solidarität. In den Medien wurde Solidarität zwischen DDR-Bürgern und Ausländern groß geschrieben. Aber wie war die Situation tatsächlich? Gleiche Rechte und Teilhabe gab es im DDR-Alltag kaum. Die Rechte der in der DDR beschäftigten Vertragsarbeiter*innen waren stark eingeschränkt. Liebesbeziehungen sollten bereits im Ansatz verhindert werden, Schwangerschaften unterbunden und Eheschließungen maximal behindert. Rassistische Übergriffe wurden unter den Teppich gekehrt. Ist die Situation von damals mitverantwortlich für Rassismus, Gewalt und Ablehnung gegen Migrant*innen heute und das starke AfD-Wahlergebnis?

mit Phuong Thuy Nguyen (Tochter vietnamesischer Vertragsarbeiter), Sabine U. (Aufstehen gegen Rassismus Chemnitz)