Durch ​Pornoseiten stellen viele einfach nur fest, was sie interessiert. Dass die Pornoindustrie gezielt Bedürfnisse erst erweckt, glaubt Fabian Thylmann nicht. Im Gegenteil: Die Bedürfnisse seien schon da. Und die Sexbranche liefere nur, was gewünscht sei.” So wird der Gründer des (Porno-)Unternehmens Mindgeek, in der Online-Ausgabe des Sterns im August 2017 zitiert. Der Mythos über die freie Konsument_in ist die älteste Legitimationsstrategie des Kapitals, aber wie funktioniert er und was hat das mit Pornografie zu tun? Wir wollen uns mit Pornografie als Ware in einer arbeitsteiligen Gesellschaft auseinandersetzen. Wie haben sich die Monetarisierungsformen der Pornoindustrie seit den 1970er Jahren verändert und was bedeutet das für Inhalt und Produktionsweisen?

mit Marian Mann (Kulturwissenschaftlerin)