Sahra Wagenknecht und die LINKE - wie weiter?

Sahra Wagenknecht hat mit ihrem neuen Buch „Die Selbstgerechten“ ein „Alternatives Programm“ vorgestellt – eine Rezeptur, wie die LINKE wieder in die Offensive kommen kann.
Das Erstarken der AfD, bei gleichzeitiger Erosion der SPD und Stagnation der LINKEN in den letzten Jahren wirft für uns alle die Frage auf, was die Linke tun soll, damit sie nicht zwischen rassistischer Rechter und staatstragend gezähmten Grünen marginalisiert wird.
Sahra Wagenknecht verspricht, dass DIE LINKE, gestützt auf ihr alternatives Programm, wieder anknüpfen kann an den Wahlerfolg von 2009, wo die Partei 11,9 Prozent bei der Bundestagswahl erzielen konnte und sich im Aufwärtstrend befand.
Wir werfen einen kritischen Blick auf das Buch von Sahra Wagenknecht, beleuchten die grundlegenden Analysen und zentralen Thesen, um mit Euch zu diskutieren, was dran ist an ihrer Kritik an der sog. „Lifestyle Linken“ und inwiefern ihre sozial- und wirtschaftspolitischen Vorstellungen zu einer Stärkung der Linken beitragen können.


marx21 Magazin-Release: #ZeroCovid – Linke Strategien in der Pandemie

Nach Monaten des ineffektiven Lockdowns, in dem Grundrechte und das Privatleben massiv beschränkt werden, Wirtschaft und Arbeitsalltag aber weitgehend unangetastet bleiben, gibt es europaweit fast eine Million Tote, verheerende soziale Folgen für weite Teile der Bevölkerung, gleichzeitig aber Milliardenhilfen für Großkonzerne. Während die Bundesregierung im Kampf gegen die Pandemie die Profitinteressen der Wenigen vor den gesundheitlichen Schutz der Vielen stellt, tut sich auch die Linke schwer mit einer wahrnehmbaren Antwort auf die herrschende Corona-Politik. Wie sich das ändern lässt und warum die Initiative #ZeroCovid den richtigen Weg hierfür weist, beleuchten wir im Titelthema der neuen Ausgabe des marx21-Magazins, die wir euch im Rahmen des »Marx Is Muss«-Kongresses vorstellen und mit euch diskutieren wollen.


Die Kommune lebt!

Vor 150 Jahren, am 18. März 1871, eroberte die Arbeiterklasse von Paris die Hauptstadt und begann mit der Errichtung einer neuen Gesellschaft ­– die Kommune. Antikapitalisten wie Karl Marx konnten sich nicht vorstellen, wie eine sozialistische Gesellschaft aussehen könnte. Aber in den Ereignisse in Paris sahen sie „die endlich entdeckte politische Form, unter der die ökonomische Befreiung der Arbeit sich vollziehen konnte“. Auch Lenin griff 1917 auf diese Erfahrung zurück und widmete der Kommune ein ganzes Kapitel in seinem Schlüsselwerk Staat und Revolution. Was also können wir heute noch von der Pariser Kommune lernen?