Im Jahr 2011 fegte eine revolutionäre Welle über die arabischen Länder hinweg. Ausgehend von Tunesien und Ägypten erhoben sich in den Ländern der Region Millionen von Menschen, stürzten brutale Diktaturen und destabilisierten die regionale, imperialistische Ordnung. Und doch tut sich die Linke bis heute schwer damit, das Erbe anzunehmen. Zu grausam waren die Verheerungen, die mit der Niederschlagung und den Bürgerkriegen in Ländern wie Libyen, Syrien oder Jemen einhergegangen sind. Das Eingreifen der imperialistischen Mächte wie auch die Politik der vorherrschenden islamischen Strömungen trugen ihrerseits dazu bei, den revolutionären Aufbruch in einem negativen Licht erscheinen zu lassen. In ihrem neuen Buch liefert Anne Alexander einen einmaligen Überblick über die Bewegungen in den verschiedenen Ländern und bettet diesen in eine marxistische Analyse der politischen Akteure ein. Gemeinsam mit dem ägyptischen Sozialisten Hossam el-Hamalawy diskutiert sie, welche Rolle die arbeitende Klasse, der Staat und seine Armee spielten, welche Lehren gezogen werden können und welche Dynamik die neuen Aufstände in Libanon, Irak, Sudan und Algerien antreibt.