Im September 1920 besetzten 500.000 Metallarbeiter*innen in den Industriezentren Norditaliens ihre Fabriken. Einen ganzen Monat lang trotzten sie der Regierung, der Polizei und den Arbeitgebern. Sie erstritten sich Lohnerhöhungen und das Versprechen der Arbeiterkontrolle. Zwei Jahre später übergab der italienische König Mussolini die Macht. Es folgten 22 Jahre brutaler faschistischer Diktatur. Mit welchen Methoden Mussolini und seine erst 1919 gegründete kleine faschistische Partei eine so lebendige Arbeiterbewegung in so kurzer Zeit zerschlagen konnten, darüber referiert David Paenson, Aktivist bei „Aufstehen gegen Rassismus“ in Frankfurt.