Der Soziologe Edward Said genießt unter anderem wegen seiner mutigen Verteidigung der Palästinenser:innen in der antiimperialistischen Linken großen Respekt. Selbst in Palästina geboren und von dort vertrieben, lebte er später in den USA. Zur Untersuchung der Auswirkung von Imperialismus auf die Kultur und die akademische Welt beziehen sich viele antiimperialistische Linke auf sein bekanntestes Werk „Orientalismus“ von 1978. Darin zeichnet Said westlichzentrierte Intellektuelle – einschließlich Marx – als vorurteilsbehaftet auf den sog. Orient blickend. Ob er damit recht hat und welche marxistischen Antworten es auf diesen Komplex gibt, werden Paul Ghrasse und N.N. beleuchten.