In den vergangenen Jahren hat sich eine neue Generation von migrantischen Aktivist:innen auf den Weg gemacht, um die politische Landschaft hierzulande aufzumischen. Dabei tritt migrantische Selbstorganisierung vielfältig auf – Migrantifa, Black Lives Matter, jüdisch-palästinensische Allianzen oder postkoloniale Initiativen im Rahmen der Klimabewegung. Dementsprechend verschieden sind auch ihre Formen antirassistischer Praxis. Das Podium wird sich dem Teil der Bewegungen widmen, die auf einen klassenorientierten Antirassismus orientieren. Wie kann dieser heutzutage aussehen? Welche Rolle spielen dabei migrantische Arbeitskämpfe und wie steht es um die Themen Krieg und Imperialismus? In der Veranstaltung wollen wir diskutieren, inwiefern migrantische Initiativen die deutsche Linke kritisieren, bereichern und damit schlussendlich auch stärken können. Denn eins ist klar: Zur Überwindung des Rassismus und Kapitalismus im 21. Jahrhundert wird nur eine geeinte und antirassistische Arbeiter:innenklasse fähig sein.