„Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen“, so brachte es der französische Sozialist Jean Jaurès vor über 100 Jahren auf den Punkt. Der Ukraine-Konflikt oder der Rückzug aus Afghanistan zeigen, dass Krieg kein Ausnahmezustand im Kapitalismus ist, sondern blutige Zuspitzung der Konkurrenz um Ressourcen und Absatzmärkte. Aber wie hängen wirtschaftliche Interessen und staatliches Handeln konkret zusammen? Wie können die Globalisierung der Wirtschaft einhergehen mit der Zunahme von Nationalismus und Staatenkonkurrenz? Bei dieser Einführungsveranstaltung werfen wir einen Blick auf die klassischen marxistischen Imperialismustheorien von Lenin und Bucharin und wollen im Abgleich mit neueren Beiträgen diskutieren, was die aktuelle Welt(un)ordnung am besten trifft.

Mit Karim Khoury (Redaktion marx21)