Das Horror Genre spielt seit jeher meisterlich auf der Klaviatur menschlicher Gefühle. Horrorfilme erzeugen starke Gefühle von Angst, Beklemmung und Scham. Doch sie mobilisieren nicht nur Gefühle, sondern vermitteln dabei komplexe Gesellschaftsbilder. Im Angesicht des Grauens zerbrechen bürgerliche Mittelstandsfamilien in Slasher-Filmen. Lebende Untote zertrampeln die Konsumtempel des Kapitalismus. Und allzu häufig spüren wir mit Beklemmung, dass der Horror nicht im Fremden, sondern im bekannten Leben in der »normalen« Welt erscheint. Der Youtuber und Filmkritiker Wolfgang M. Schmitt erklärt in seiner Veranstaltung, wie wir Horrorfilme ideologiekritisch verstehen können und was sie uns über Kapitalismus erzählen.