Elbinnen und Zwerge, Magier und Hexen, Ritter und Königinnen – schon das Personal eines durchschnittlichen Fantasy-Romans klingt nach Wirklichkeitsflucht. Kein Wunder, dass das Genre in der marxistischen Tradition mit einiger Skepsis betrachtet wird. Alles, was sich irgend auf Tolkien und den Herrn der Ringe beruft, scheint bestenfalls als guilty pleasure zu taugen, schlimmstenfalls zu faschistoiden Phantasien rund um muskelbepackte Barbaren mit riesigen, bluttriefenden Schwertern einzuladen. In der Veranstaltung wollen wir über die künstlerische Idee der Fantasy nachdenken und diskutieren, ob auch Fabelwesen revolutionäres Potential haben und es so etwas wie einen progressiven Eskapismus gibt.