Der Kulturkampf um Klima, Migration und Gendersternchen scheint unversöhnlicher als je zuvor – die deutsche Gesellschaft ist tief gespalten. Das jedenfalls wollen uns AfD und Co. weismachen. Die vielbeachtete Studie „Triggerpunkte“ zeichnet dagegen ein  anderes, empirisch fundiertes Bild: Die ideologischen Trennlinien sind viel diffuser, ein großer Teil der Gesellschaft viel weniger eindeutig in die sich gegenüberstehenden Lager des Kulturkampfes einzuordnen. Soziale Ungleichheit hingegen wird flächendeckend als großes Problem angesehen, Forderungen nach Umverteilung schaffen es jedoch nicht, politische Kraft zu entfalten. Welche Konsequenzen die Erkenntnisse der „Triggerpunkte“-Studie für linke Politik hat, wollen wir hier gemeinsam diskutieren.