1,5-Grad sind nicht verhandelbar!

Wie kann die Klimabewegung gewinnen? Die Debatte um die Frage: Wie weiter mit der Kimabewegung? treibt uns und viel andere Menschen um. Die Pole in der Diskussion reichen von dem Aufbau einer Öko-RAF über Sabotage, zivilem Ungehorsam, radikalem Antikapitalismus, bis hin zu Baumesetzungen, dem Sammeln von Unterschriften, gewaltfreiem Widerstand und Demonstrationen. Rasche Erfolge sind bisher trotz der vielen starken Demonstrationen und Zustimmung in großen Teilen der Bevölkerung ausgeblieben, damit stellt sich immer drängender die Frage für die Klimaschutzbewegung nachdem: Wie weiter?


Konsumkritik: Mit bewusstem Konsum das Klima retten?

Alles öko, alles gut? In den westlichen Industrieländern, besonders in Deutschland, wird von der Industrie, aber auch von vielen Politikerinnen und Politikern oder manchen NGO‘s, das »persönliche Engagement für Klimaschutz« ins Zentrum gestellt und damit an eine Änderung des individuellen Verhaltens appelliert. »Klimaschutz kann jeder und jede«, »Tipps für den Alltag«,»Klimaschutz fängt bei dir selbst an« und so weiter. In der Veranstaltung wollen wir der Frage nachgehen, warum Konsumkritik am falschen Hebel ansetzt und die Rede von der »Macht der Verbraucher« ein Märchen ist.


Green New Deal: Ist grünes Wachstum die Lösung?

Der New Deal in den USA der 1930er Jahre war eine Reihe von staatlichen Wirtschafts- und Sozialreformen, die dazu dienen sollten, die Weltwirtschaftskrise zu überwinden. Nun dient er als Beispiel für allerlei Pläne für die notwendige Klimawende. Wir gehen der Frage nach, ob der New Deal tatsächlich als Erfolgsbeispiel taugt und inwiefern er ein Modell für den sozial-ökoloischen Umbau heute sein kann.


Imperiale Lebensweise - der reiche Norden gegen den armen Süden?

Das Konzept der „imperialen Lebensweise“ besagt, dass „die allermeisten Menschen hierzulande auf Kosten der Natur und der Arbeitskräfte anderer Weltregionen“ leben, wie es Ulrich Brand und Markus Wissen in ihrem gleichnamigen Buch formuliert haben. Beuten also Lohnarbeiter in Deutschland Menschen in anderen Weltregionen aus? Und was würde das für die Perspektiven und Strategien emanzipatorischer Bewegungen hierzulande bedeuten? Oder ist es gar nicht sinnvoll, von einer „imperialen Lebensweise“ auszugehen, die Kapitalisten und Lohnarbeitern hierzulande gemeinsam ist? Wie hängen kapitalistische Ausbeutung und ungleiche Entwicklung, soziale Frage und ökologische Krise zusammen?


Dimensionen des Begriffs »Klimagerechtigkeit«

Welche Auswirkungen hatte die Kolonialisierung Amerikas auf das Weltklima? Wie hängt der Klimawandel mit einer defekten Müllpresse in Memphis im Jahr 1968 zusammen? Und warum sind es vor allem People of Color, die die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommen? Diesen Fragen widmet sich Elias König in seinem neuen Buch »Klimagerechtigkeit«. Bereits heute ist für viele der Kampf gegen den Klimawandel fest mit der sozialen Frage verbunden und somit zugleich ein Kampf für soziale Gerechtigkeit. Doch welche Dimensionen hat der Begriff »Klimagerechtigkeit« und was grenzt ihn von Begriffen wie Klimaschutz ab?


Climate Turn und Labour Turn - Wie geht ökologische Klassenpolitik?

Die Klimabewegung hat die drohende Klimakatastrophe in unser aller Bewusstsein gerufen. Eine Kehrtwende der Klimapolitik ist jedoch nicht in Sicht. Umso dringlicher wird die Frage, wie es uns gelingt, gesellschaftliche Macht und Druck aufzubauen, die es für eine grundlegende sozial-ökologische Transformation dringend braucht. Julia Kaiser hat im letzten Jahr in der gemeinsam von ver.di und Fridays For Future getragenen Kampagne zur Begleitung der Tarifauseinandersetzungen im Nahverkehr mitgearbeitet und damit eine Blaupause dafür geschaffen, wie Gewerkschaftsbewegung und Klimabewegung zusammen an einem Strang ziehen können. Oliver Pye arbeitet gemeinsam mit Arbeiter*innen der Palm-Öl Industrie an einer Strategie, die die Zusammenführung der Kämpfe um Landrechte, Arbeitsbedingungen und Umweltgerechtigkeit in den Fokus rückt. Gemeinsam wollen wir diskutieren, warum wir diese Bündnisse brauchen, wo ihre Herausforderungen liegen und vor allem, wie wir sie in der kommenden Zeit stärken und aufbauen können.


Was heißt hier eigentlich Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit ist inzwischen zu einem Zauberwort geworden mit dem sich politische Parteien schmücken und die Industrie für Produkte wirbt, die keineswegs nachhaltig sind, den Konsument:innen aber suggeriert, einen Beitrag zum Umweltschutz oder Tierwohl zu leisten. Doch »ein bisschen Nachhaltigkeit« gibt es nicht. Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, die wirklich die Grenzen natürlicher Ressourcen und Ökosystemen respektiert?