Medienkritik ist links: Jenseits von Linksliberalismus und Rechtspopulismus

Mit den Enthüllungen von correctiv.org hat es der Kampf gegen Rechts wieder nach ganz oben auf die Tagesordnung linker und linksliberaler Zusammenschlüsse geschafft. Eine Hauptarena ist die mediale und gesellschaftliche Öffentlichkeit. Unsere These: Bürgerliche Medien und antibürgerliche Verschwörungsmythologie gehören zusammen, weil sie beide den Kapitalismus unberührt lassen. Das Märchen vom Linksruck der letzten Jahrzehnte ertönt aus beiden Lagern und zeigt weder die tägliche Realität des Neoliberalismus, noch sozialökologische Antworten im Sinne der Arbeiter*innen. Wie der Kapitalismus einst wegbereitend für den Faschismus war, präpariert der Neoliberalismus heute den Rechtspopulismus. Was es braucht: eine wirkliche Alternative von links, die medienkritisch schon deshalb sein muss, um Mehrheiten gewinnen zu können. Gemeinsam mit Soziologe und Autor Lukas Meisner ("Medienkritik ist links" 2023) wollen wir in die Diskussion kommen, und eine neue Linke skizzieren, die im Kampf gegen Rechts erfolgreich sein kann.


Wohnen in der Krise: Warum Wohnen ein Luxus geworden ist

Mancherorts haben sich die Mieten in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt, gleichzeitig fallen tausende Wohnungen aus der Sozialbindung und nicht nur in Berlin werden Mietwohnungen zum Objekt der Rendite des globalen Kapitalmarkts. Wie kam es dazu und was können und müssen wir als Sozialist*innen dagegen tun?
Gemeinsam mit Niklas Schenker (Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus für die Linke) und Bana Mahmood (Aktivistin bei Deutsche Wohnen und Co. Enteignen) wollen wir diskutieren, welche Rolle die Linkspartei, als auch soziale Bewegungen in der Bekämpfung der Mietenkrise spielen können.


Vergesellschaftung als strategischer Kompass?

Spätestens seit dem historischen Erfolg der Kampagne “Deutsche Wohnen und Co Enteignen” sind die Begriffe der Vergesellschaftung und Enteignung in aller Munde. Auch Teile der Klimabewegung wenden sich dem Vergesellschaftungsdiskurs mit dem Ziel einer Vergesellschaftung der Energieversorgung als notwendigen Schritt hin zu einer sozial-ökologischen Transformation zu. Gemeinsam wollen wir  Chancen und Herausforderungen von Vergesellschaftung diskutieren: Was ist der Unterschied von Vergesellschaftung und Enteignung? Wie verhalten sich Vergesellschaftungsforderungen zu betrieblichen Kämpfen und Auseinandersetzungen? Welche Druckmittel braucht es, um Vergesellschaftungsforderungen auch tatsächlich umzusetzen? Kommen wir mit Vergesellschaftung zum Sozialismus? Wenn ja, wie?